Neues Gymnasium St. Raphael – Entscheidung der Stadtverordneten begrüßt

Nachdem der Frankfurter Magistrat Ende vergangener Woche seine Zustimmung gegeben hatte, hat auch die Stadtverordnetenversammlung am gestrigen Donnerstagabend grünes Licht für den bereits im Doppelhaushalt 2020/2021 eingestellten Zuschuss in Höhe von 16 Millionen Euro zum Bau der Raphael Schule gegeben. Der Zuschuss wird an den Bauherrn des Gymnasiums, die St. Raphael gGmbH, gewährt. Das Bistum Limburg hat ebenfalls einen Investitionskostenzuschuss in Höhe von 7,5 Millionen Euro zugesagt. Die Beschlüsse von Magistrat und Stadtverordnetenversammlung stellen eine wichtige Etappe auf dem Weg zum Bau des mit insgesamt 52 Millionen Euro veranschlagten Projekts dar.

Im nächsten Schritt wird die Freyberg-Stiftung das Grundstück von der Kirchengemeinde St. Marien erwerben. Anschließend werden das bereits am 5. Juli 2020 profanierte Kirchgebäude, das Pfarrhaus und das Gemeindehaus abgerissen sowie die Detailplanungen für den Bau des dreigeschossigen Neubaus ausgearbeitet. Der Bauantrag soll im Spätsommer 2021 an das zuständige Bauamt der Stadt Frankfurt gerichtet werden. Die bereits mit der Stadtplanung und Bauaufsicht abgestimmten Entwürfe des auf Schulbauten spezialisierten Architekturbüros plus+ Bauplanung zeigen das L-förmige Gebäude, wie es 2024 fertig gebaut sein soll. Beim Bau werden ökologische und nachhaltige Maßnahmen besonders berücksichtigt. Das Gebäude erscheint nicht als monolithischer Block, sondern wird durch teilweise versetzte Geschosse aufgelockert. Die Schülerinnen und Schüler eines Jahrgangs können zum Beispiel offene, überdachte Dachterrassen nutzen und sich so auch in den oberen Geschossen im Freien aufhalten.

Architekt Olaf Hübner vom Architekturbüro plus+ bauplanung sieht die St. Raphael Schule als „einen Ort, an dem jeder Schüler ein seinem Alter, seiner Entwicklung und seinen Interessen entsprechendes differenziertes Lern- und Lebensumfeld vorfindet“.

Ein weiterer Schritt – Profanierung der St. Raphael Kirche

Per Dekret vom 29. Juni 2020 hat der Bischof von Limburg Dr. Georg Bätzing die Profanierung der Kirche St. Raphael im 66. Jahr ihres Bestehens verfügt und ebenso den in der Kirche vorhandenen Altar für profan erklärt. Die Profanierung fand nach der letzten Feier der Hl. Messe am 5. Juli 2020 statt. Zelebrant dieses letzten Gottesdienstes in St. Raphael war der Generalvikar des Bistums Limburg Wolfgang Rösch. Den Beschränkungen der Corona Pandemie geschuldet konnten nur rund 40 Gemeindemitglieder dieser letzten Eucharistiefeier beiwohnen, unter ihnen Menschen, die in St. Raphael getauft wurden, zur ersten heiligen Kommunion gingen oder aber dort vor Gott den Bund der Ehe schlossen, aber auch Vertreter der ungarischen und ukrainischen muttersprachlichen Gemeinden, die in den letzten Jahren in St. Raphael ihre Heimat gefunden hatten. Bereits bei einem Vortrag des langjährigen Pfarrgemeinderatsvorsitzenden der Nachbargemeinde St. Anna, Dr. Franz Giesel, zur Geschichte von St. Raphael am Freitag, 3. Juli 2020, sowie einem weiteren Gottesdienst am Samstag, 4. Juli 2020, konnten sich die Gemeindemitglieder erinnern und verabschieden. Mit dem Bau der geplanten St. Raphael Schule, insbesondere aber auch mit der Übernahme der Kirchenfenster, des Altarkreuzes, des Altars wie des Taufbeckens in das Schulgebäude, wird sich aber die St. Raphael Gemeinde am Standort Ludwig-Landmann-Straße 365 „wandeln“ und auf diesem Weg in die Zukunft gehen. Unser großer Dank gilt den Mitgliedern der Kirchengemeinde St. Marien, in welche St. Raphael aufgegangen ist, für die Überlassung des Grundstücks. Dabei schauen wir gemeinsam und voller Hoffnung nach vorne.

Leinen los – Was macht eine katholische Schule aus?

Am 31. Januar 2020 trafen sich Firmlinge der St. Marien Gemeinde zusammen mit Herrn Olaf Hübner und Frau Selina Hermann, plus+ bauplanung GmbH, Frau Monika Ripperger, Gemeindemitglied St. Marien, und Frau Isabel Sieper, Gemeindereferentin St. Marien, zu einem Architektur Workshop der St. Raphael Schule.

Im Workshop beschäftigten sich Jugendliche und Erwachsene einen Nachmittag mit den zentralen Fragen, was eine katholische Schule eigentlich ausmacht und wie sie sich von anderen Schulen unterscheidet. In Begleitung des fachkundigen Architekturbüros entstanden reichlich Ideen, die wiederum in die Überlegungen der Planungsgestaltung aufgenommen werden. So können Ideen Wirklichkeit werden.

Ziel ist es die Sankt Raphael Schule als dreizügiges G9 Gymnasium in Trägerschaft der Malteser Werke gGmbH bis zum Sommer 2023 zu bauen, die erste Jahrgangstufe 5 zum Schuljahr 2023/24 aufzunehmen und acht Jahre später, mit dem Schuljahr 2031/32 den Vollbetrieb zu erreichen.

Ideen finden Räume – Einzug der Freunde und Förderer der St. Raphael Schule e.V., Frankfurt am Main, in die Villa Gründergeist

Am 1. Januar 2020 haben die Freunde und Förderer der St. Raphael Schule e.V., Frankfurt am Main, Büroräume in der Villa Gründergeist, Gärtnerweg 62, 60322 Frankfurt am Main bezogen.

Die Villa Gründergeist in der Trägerschaft des Bistums Limburg ist der erste katholische Co-Working Space in Deutschland. Mitten im Frankfurter Westend gelegen, ist sie zugleich Ort für Ideen von morgen, Touchpoint und Lernort für zukünftige, gesellschaftliche Entwicklungen zugleich.

Als Mischung aus Co-Working Space, Social Hub und kirchlichem Innovationszentrum ist sie somit ein perfekter Standort zur Verwirklichung unseres Zieles, Sankt Raphael als dreizügiges G9 Gymnasium in Trägerschaft der Malteser Werke gGmbH bis zum Sommer 2023 zu bauen, die erste Jahrgangstufe 5 zum Schuljahr 2023/24 aufzunehmen und acht Jahre später, mit dem Schuljahr 2031/32 den Vollbetrieb zu erreichen.

www.villa-gruendergeist.de

Frankfurter Bürger gründen die Freunde und Förderer der St. Raphael Schule

In Erinnerung an die jahrhundertelange Tradition katholischer Schulen in Frankfurt am Main gründeten am 18. März 2019 Frankfurter Bürger den Verein Freunde und Förderer der St. Raphael Schule e.V., Frankfurt am Main. Zweck des Vereins ist die Förderung und finanzielle Unterstützung aller Aktivitäten, die die Gründung und Errichtung, insbesondere Investitionen in die Schulliegenschaft, der St. Raphael Schule auf der Liegenschaft Ludwig-Landmann-Straße 365 verfolgen. Mit Aufnahme des Betriebs wird der Verein die Schule wo nötig in pädagogischen und kulturellen Aufgaben fördern, aber auch einzelne Schüler und deren Familien finanziell unterstützen.

Bild: Fürstenberger Hof. Nach dem Merianplan vom 1628 seinerzeit Marktplatz neben dem Rebstöcker Hof. Die Domstiftschule war hier von ca. 1346 – 1550.

Stadt Frankfurt unterstützt Gründung und Bau der St. Raphael Schule

Die Realisierung der katholischen Schule St. Raphael wird mit einem Investitionskostenzuschuss in Höhe von einmalig 16 Mio. EURO unterstützt. Darauf haben sich die Koalitionspartner im Frankfurter Römer CDU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen bei ihren Koalitionsgesprächen zur Halbzeit der Legislatur geeinigt.