St. Raphael

Ausblick – Frankfurt am Main braucht neue Schulen

Frankfurt wächst

Dies liegt zum einen an einer Erwerbswanderung aus anderen Teilen Deutschlands in das Rhein-Main- Gebiet, zum anderen erfolgt es durch Zuwanderung aus dem europäischen Ausland. 

Als einer der bevölkerungsreichsten Stadtteile ist Bockenheim Heimat für rund 42.000 Einwohnerinnen und Einwohner und wächst weiter. Das benachbarte Rödelheim hat mit knapp 20.000 ebenso wie der Stadtteil Hausen mit rund 8.000 deutlich weniger Einwohnerinnen und Einwohner. Beide Stadtteile verzeichnen aber ebenso ein stetiges Bevölkerungswachstum. Allein in der unmittelbaren Nachbarschaft entstanden bzw. entstehen aktuell fast 400 neue Wohnungen entlang der Ludwig-Landmann-Straße. Darüber hinaus werden derzeit im benachbarten Schönhof-Viertel auf dem ehemaligen Siemens Areal 2.000 neue Wohnungen entwickelt.

Schulbedarf

Eine Studie der Bertelsmann Stiftung vom Juli 2017 zeigt, dass die Schülerzahlen in Deutschland stärker steigen werden als oftmals angenommen wird. Insbesondere in Frankfurt führen die steigenden Einwohnerzahlen auch zu einem Anstieg der Kinder und Jugendlichen im schulpflichtigen Alter. Es besteht neben einem erhöhten Bedarf an Wohnungen auch ein erhöhter Bedarf an Schulplätzen. Das aktuelle Schulangebot auf dem Stadtgebiet reicht nicht aus. Die Stadt Frankfurt hat darauf mit der Planung von momentan bis zu 17 Schulneugründungen und einer nicht mehr fünfjährigen sondern jährlichen Anpassung des Schulentwicklungsplanes 2016 – 2020 reagiert.Unter den weiterführenden Schulen ist der Mangel mit einer mittelfristigen Perspektive im Gymnasialbereich am größten. Dies ist neben der steigenden Schülerzahl auch durch die verstärkte Wahl dieser Schulform bedingt. In den letzten Jahren ist die Übergangsquote von der vierten Klasse auf Gymnasien gestiegen, auf annähernd 55%. „Der Trend zur Gymnasialanmeldung ist klar erkennbar und es ist zu erwarten, dass sich diese Tendenz in Zukunft eher verstärkt.“

Im Schuljahr 2017/18 existierten in Frankfurt 18 Gymnasien in Trägerschaft der Stadt. Hinzu kommen 4 Oberstufengymnasien, 14 Integrierte Gesamtschulen, 2 Kooperative Gesamtschulen und 1 Abendgymnasium. Ergänzt wird das städtische Angebot durch 14 Gymnasien, 2 gymnasiale Oberstufen und 3 Gesamtschulen von privaten oder sonstigen Trägern. Die privaten Schulen bereichern die Frankfurter Schullandschaft durch verschiedene Schwerpunkte, vorrangig liegt der Fokus auf Internationalität bzw. Sprachen und neuen Technologien. Dabei variiert das Angebot zwischen G8 und G9 Schulen, verteilt über das Stadtgebiet.

Bis zum Schuljahr 2024/25 ist ein Übersteigen der Bedarfe im Jahrgang 5 über die vorhandenen Kapazitäten im Jahrgang 5 für die drei Schulformen Realschule, Gymnasium und integrierte Gesamtschule prognostiziert.

Schulentwicklungsplan der Stadt Frankfurt am Main 2017 -2023

Es sind mehr Gymnasien vonnöten, um dem Bedürfnis von Schulplätzen gerecht zu werden, denn „bis zum Schuljahr 2024/25 ist ein Übersteigen der Bedarfe im Jahrgang 5 über die vorhandenen Kapazitäten im Jahrgang 5 für die drei Schulformen Realschule, Gymnasium und integrierte Gesamtschule prognostiziert“ (Schulentwicklungsplan der Stadt Frankfurt am Main 2017 -2023). Um Schülerinnen und Schülern und deren Eltern zudem Wahlmöglichkeiten bei der Entscheidung für eine weiterführende Schule zu gewähren, sind Angebote über den Mindestbedarf hinaus erforderlich. Bei einer Deckung der Schulplätze an Gymnasien von 100% gibt es keine Wahlmöglichkeiten der Schule. Dazu muss das Angebot die Nachfrage übersteigen. Dementsprechend ist bereits im Integrierten Schulentwicklungsplan der Stadt Frankfurt am Main (2016-2020) festgehalten, dass „die hohe Nachfrage nach Schulplätzen in grundständigen Gymnasien bei gleichzeitig steigenden Kinderzahlen in Frankfurt am Main bewirkt, dass die vorhandenen Raumkapazitäten der Schulen nicht mehr ausreichen. Die Bildungsinfrastruktur im gymnasialen Bildungsgang muss angepasst und weitere Schulplätze geschaffen werden.

Mit der Gründung der St. Raphael Schule kann an die Tradition katholischer Schulen in Frankfurt angeknüpft werden. Die Lebenswirklichkeit in der Stadt wird durch Buntheit und Diversität am besten beschrieben. Private Schulträgerschaften können hier eine hervorragende Entsprechung sein und zur Bildungsgerechtigkeit beitragen.