Neues Gymnasium St. Raphael – Entscheidung der Stadtverordneten begrüßt

05-03-2021

Nachdem der Frankfurter Magistrat Ende vergangener Woche seine Zustimmung gegeben hatte, hat auch die Stadtverordnetenversammlung am gestrigen Donnerstagabend grünes Licht für den bereits im Doppelhaushalt 2020/2021 eingestellten Zuschuss in Höhe von 16 Millionen Euro zum Bau der Raphael Schule gegeben. Der Zuschuss wird an den Bauherrn des Gymnasiums, die St. Raphael gGmbH, gewährt. Das Bistum Limburg hat ebenfalls einen Investitionskostenzuschuss in Höhe von 7,5 Millionen Euro zugesagt. Die Beschlüsse von Magistrat und Stadtverordnetenversammlung stellen eine wichtige Etappe auf dem Weg zum Bau des mit insgesamt 52 Millionen Euro veranschlagten Projekts dar.

Im nächsten Schritt wird die Freyberg-Stiftung das Grundstück von der Kirchengemeinde St. Marien erwerben. Anschließend werden das bereits am 5. Juli 2020 profanierte Kirchgebäude, das Pfarrhaus und das Gemeindehaus abgerissen sowie die Detailplanungen für den Bau des dreigeschossigen Neubaus ausgearbeitet. Der Bauantrag soll im Spätsommer 2021 an das zuständige Bauamt der Stadt Frankfurt gerichtet werden. Die bereits mit der Stadtplanung und Bauaufsicht abgestimmten Entwürfe des auf Schulbauten spezialisierten Architekturbüros plus+ Bauplanung zeigen das L-förmige Gebäude, wie es 2024 fertig gebaut sein soll. Beim Bau werden ökologische und nachhaltige Maßnahmen besonders berücksichtigt. Das Gebäude erscheint nicht als monolithischer Block, sondern wird durch teilweise versetzte Geschosse aufgelockert. Die Schülerinnen und Schüler eines Jahrgangs können zum Beispiel offene, überdachte Dachterrassen nutzen und sich so auch in den oberen Geschossen im Freien aufhalten.

Architekt Olaf Hübner vom Architekturbüro plus+ bauplanung sieht die St. Raphael Schule als „einen Ort, an dem jeder Schüler ein seinem Alter, seiner Entwicklung und seinen Interessen entsprechendes differenziertes Lern- und Lebensumfeld vorfindet“.

Wir danken dem Magistrat und der Stadtverordnetenversammlung für ihr positives Votum gerade in diesen schwierigen Zeiten. Insbesondere Bürgermeister Becker hat durch persönliches Engagement zum Gelingen beigetragen. Es zeigt einmal mehr, dass Zutrauen und Vertrauen unter allen beteiligten Partnern für ein solch großes Projekt herrscht. Auf diesem Fundament stehen auch unsere Investitionen in die im vergangenen Jahr abgeschlossenen Planungsphasen I und II. Wir freuen uns, als Schulträger an einer guten Zukunft für die Frankfurter Schülerinnen und Schüler mitzuwirken.

Patrick Hofmacher, Geschäftsführer des künftigen Schulträger, die MW Malteser Werke gGmbH

Anlässlich dieses Meilensteins und bald sieben Jahre nach dem Beginn unserer Bemühungen möchte ich im Namen aller Freunde und Förderer allen Unterstützern und Ratgebern unseres Vorhabens danken, seien sie katholischen, evangelischen, jüdischen, muslimischen oder keines Glaubens. Die große Zahl und ihr unterschiedlicher Blick auf Bau und Gründung der St. Raphael Schule als katholischem Gymnasium in Trägerschaft der Malteser waren und sind bereichernd und herausfordernd zugleich. Auch ist sie ein Zeichen der großen Tradition bürgerschaftlichen Engagements in Frankfurt.

Andreas Krebs, Vorsitzender der Freunde und Förderer der St. Raphael Schule e. V.

Mit dem Bau der St. Raphael Schule hoffen die Malteser ebenso wie die Freunde und Förderer, die katholische Tradition der St. Raphael Gemeinde an diesem Ort weiterzutragen und in die Stadt ausstrahlen zu lassen. Der Name St. Raphael ist für uns Quelle und Ansporn. Die Freyberg Stiftung freut sich, mit dem Erwerb des Grundstückes für die St. Raphael Schule dieses großartige Vorhaben mit zu unterstützen.

Ernst von Freyberg, Gründer und Vorsitzender der Freyberg Stiftung, die Jugendliche durch Bildung fördert